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Kosten & Preise

Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?

Von Phillipp Tugend, Webdesigner in Rimbach · 30. August 2026

Kurz beantwortet: Ein solider One-Pager mit Gewerken, Referenzen und Anfrageformular kostet beim Freelancer meist 500 € bis 1.500 € einmalig. Mehrseitige Websites mit eigenen Gewerk-Seiten oder Karriere-Bereich liegen typischerweise zwischen 1.500 € und 5.000 €. Dazu kommen laufende Kosten für Domain, Hosting und Pflege – realistisch 10 € bis 100 € im Monat, je nachdem, wie viel Sie abgeben wollen.

Warum Handwerker-Websites günstiger sein können als gedacht

Die gute Nachricht zuerst: Ein Handwerksbetrieb braucht selten eine große Website. Ihre Kunden wollen vier Dinge wissen – was Sie machen, wo Sie es machen, ob man Ihnen vertrauen kann und wie man Sie erreicht. Das passt auf eine einzige, gut gebaute Seite. Teuer wird es erst, wenn Dinge dazukommen, die im Handwerk oft gar nicht nötig sind: Shop-Funktionen, Mitgliederbereiche, aufwendige Konfiguratoren. Wer bei den vier Kernfragen bleibt, bekommt für 500 € bis 1.500 € eine Website, die ihren Zweck vollständig erfüllt.

Was eine Handwerker-Website inhaltlich braucht – vom Meisterbrief über Referenzfotos bis zum Anfrageformular mit Foto-Upload – habe ich auf der Seite Webdesign für Handwerk ausführlich beschrieben, inklusive eines voll ausgearbeiteten Beispiels zum Durchklicken.

Die Preistreiber im Handwerk

Ob Ihr Projekt am unteren oder oberen Ende der Spanne landet, entscheiden vor allem diese Punkte:

  • Anzahl der Gewerke und Unterseiten: Ein Elektrobetrieb mit einem klaren Angebot braucht eine Seite. Wer Sanitär, Heizung und Klima getrennt darstellen und für jedes Gewerk einzeln gefunden werden will, braucht eigene Unterseiten – das ist der häufigste Grund für den Schritt von 500 € auf 1.500 € und mehr.
  • Referenz-Werkschau: Eine einfache Galerie ist im Grundpreis drin. Eine filterbare Projektübersicht mit Vorher/Nachher-Ansichten ist Mehraufwand, der sich aber gerade im Handwerk auszahlt – Baustellenfotos verkaufen besser als jeder Werbetext.
  • Anfrageformular mit Foto-Upload: Der Kunde fotografiert den Schaden, Sie schätzen den Aufwand vor der Anfahrt. Technisch anspruchsvoller als ein simples Kontaktformular, spart aber vom ersten Tag an Fahrten.
  • Karriere-Bereich: Wer Azubis und Gesellen sucht, braucht eine eigene Sektion mit Einblicken und unkomplizierter Bewerbung. Auch das treibt den Umfang – und ist angesichts des Fachkräftemangels oft der wertvollste Teil der ganzen Website.
  • Text und Fotos: Liefern Sie brauchbare Handyfotos von Baustellen und beantworten ein paar Fragen im Gespräch, bleibt es günstig. Muss alles neu produziert werden, kostet es Zeit oder ein Fotografen-Honorar.

Die laufenden Kosten – ehrlich gerechnet

Nach dem Bau ist vor dem Betrieb. Diese Posten fallen dauerhaft an, egal bei welchem Anbieter:

  • Domain: etwa 10–20 € pro Jahr.
  • Hosting: für eine statische Handwerker-Website reichen kleine Pakete, realistisch 5–25 € im Monat; bei mir gibt es reines Hosting ab 20 €/Monat.
  • Pflege: Entweder Sie ändern Texte selbst (bei mir mit Einweisung), oder ein Wartungsvertrag übernimmt das – bei mir 50–100 € im Monat inklusive Hosting und Textänderungen, etwa wenn ein neues Referenzprojekt online soll.

Vorsicht bei sehr günstigen Baukasten-Abos: 20 € im Monat klingen harmlos, sind aber nach fünf Jahren 1.200 € – ohne dass Ihnen am Ende etwas gehört. Die allgemeine Kostenübersicht mit allen Anbieter-Typen steht im Artikel Was kostet eine professionelle Website für kleine Unternehmen in Hessen?

Die Rechnung, die wirklich zählt

Vergleichen Sie den Website-Preis nicht mit anderen Website-Preisen, sondern mit Ihrem Auftragswert. Ein Beispiel mit runden Zahlen: Liegt Ihr durchschnittlicher Auftrag bei 1.000 €, bezahlt ein einziger zusätzlicher Auftrag über die Website den One-Pager komplett. Bei einem Badumbau oder einer Dachsanierung reicht ein Bruchteil eines Auftrags. Umgekehrt gilt: Die billigste Website der Welt ist zu teuer, wenn niemand sie findet. Deshalb gehören lokale Suchbegriffe („Ihr Gewerk + Ihr Ort“), ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und saubere strukturierte Daten von Anfang an dazu – nicht als kostenpflichtiges Extra obendrauf.

Woran Sie ein faires Angebot erkennen

  • Festpreis nach einem kurzen Gespräch – wie bei einem ordentlichen Kostenvoranschlag, nicht nach Stunden offen.
  • SEO-Grundlagen und Mobile-Darstellung sind Teil der Erstellung, kein Aufpreis-Posten.
  • Design und Dateien gehören danach Ihnen, samt der Freiheit, den Hoster zu wechseln.
  • Folgekosten stehen vor der Beauftragung fest, nicht auf der dritten Rechnung.
  • Ein Ansprechpartner, der Ihr Gewerk versteht – und im Zweifel vorbeikommt, statt ein Ticket zu öffnen.

Häufige Fragen

Reicht für einen Handwerksbetrieb nicht ein Eintrag in Vermittlungsportalen?

Portale bringen Anfragen, aber zu deren Bedingungen: Sie zahlen Provision oder Kontaktgebühren, stehen in direktem Preisvergleich mit anderen Betrieben und bauen keinen eigenen Namen auf. Die eigene Website arbeitet umgekehrt – wer Sie dort findet, sucht Sie oder Ihr Gewerk in Ihrer Region und vergleicht nicht zehn Angebote nebeneinander. Am tragfähigsten ist die eigene Website als Fundament, Portale allenfalls als Zusatzkanal.

Kann ich die Website als Betriebsausgabe absetzen?

Die Kosten einer betrieblichen Website sind grundsätzlich Betriebsausgaben – ob sie sofort abgezogen oder über mehrere Jahre abgeschrieben werden, hängt vom Einzelfall ab. Die Details klären Sie am besten kurz mit Ihrer Steuerberatung; das ist keine steuerliche Beratung, sondern nur der Hinweis, die Rechnung dort einzureichen statt sie zu vergessen.

Gibt es Zuschüsse für die Website eines Handwerksbetriebs?

In Hessen fördert der DIGI-Zuschuss Digitalisierungsprojekte kleiner Unternehmen mit bis zu 10.000 Euro – vergeben wird per Losverfahren, und es gelten formale Regeln, etwa dass der Auftrag erst nach der Bewilligung erteilt werden darf. Ob sich der Aufwand für ein Website-Projekt lohnt, hängt vom Umfang ab; die Einzelheiten stehen im Ratgeber-Artikel zur Website-Förderung in Hessen.

Wie schnell rechnet sich eine Handwerker-Website?

Rechnen Sie mit Ihrem eigenen Auftragswert: Liegt ein durchschnittlicher Auftrag bei 1.000 Euro oder mehr, hat sich eine One-Pager-Website ab 500 Euro mit dem ersten einzigen Auftrag bezahlt, der über sie hereinkommt. Die eigentliche Frage ist also nicht der Preis, sondern ob die Seite gefunden wird und Anfragen auslöst – genau dafür gehören lokale Suchbegriffe, Google-Unternehmensprofil und ein einfacher Anfrageweg von Anfang an dazu.

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Was kostet eine professionelle Website für kleine Unternehmen in Hessen?Die allgemeine Kostenübersicht: Baukasten, Freelancer und Agentur im Vergleich, plus versteckte Folgekosten Website-Förderung in Hessen: Welche Zuschüsse es 2026 wirklich noch gibtDIGI-Zuschuss bis 10.000 €, Losverfahren und die ehrliche Kosten-Nutzen-Rechnung

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